ute`s Fotoblog

Die Waschmaschinen-Story


Da dies ein Fotoblog ist schreibe ich normalerweise nicht viel über meinen Alltag. Der ist ja auch nicht wirklich ereignisreich. Aber diese Geschichte möchte ich euch doch nachträglich noch erzählen. Es ging los am

Freitag, 29.5.

Kurz vor dem Mittagessen streikte meine Waschmaschine, natürlich mitten im Waschgang.
Techniker Ute weiß Bescheid, also abstellen und die Notentleerung in Gang setzen . Von wegen, aus dem Notschlauch kam kein Tropfen Wasser. Also erst mal Wäsche klatschnass und ungespült raus aus der Maschine, dann mit Lappen versucht, nach und nach das Wasser herauszubekommen. Eine mühselige Arbeit. Da fiel mir ein, da ist ja unten an der Maschine noch ein Fussersieb, das könnte ich auch noch aufmachen. Hab ich auch und schon kam mir der ganze Schwall Wasser entgegen. Jetzt war wenigstens die Maschine leer 🙂 aber das Bad voll. Also schnell das ganze Wasser entfernen.
Meine Freundin hat sich angeboten, die Wäsche zu übernehmen zum Spülen und Schleudern. Also Wäsche ins Auto, ab zu meiner Freundin und sie (die Freundin 🙂 ) dann gleich mitgenommen zum Kauf einer neuen WaMa zum Euronics-Albmarkt hier am Ort. Meine Maschinen war über 15 Jahre alt. Sicher hätte man sie vielleicht reparieren können, aber ich kann das nicht und wenn ich einen Fachmann kommen lasse, dann wird das teuer. Gekauft habe ich (übrigens bei einem sehr kompetenten Verkäufer) eine Siemens-Maschine (WM14B2E1). Die war im Sonderangebot, aber leider schon vergeben. Sie wurde bestellt und sollte am Mittwoch, 3. Juni am Nachmittag geliefert und angeschlossen werden. Die alte wird mitgenommen. Preis WaMa 399,- Euro und 60 Euro für Liefern, anschließen und alte entsorgen. Da kann man doch nichts sagen, zumal man bedenken muss, dass ich im 2. Stock sitze, was ich übrigens auch angegeben habe.

Mittwoch, 3. Juni
Von 13 Uhr ab habe ich gewartet, die WaMa wurde dann um 18 Uhr geliefert. Zwei junge Männer haben erst mal gejammert, dass sie in den 2. Stock hoch mussten. Auf meinen Einwand, ich hätte das beim Kauf angegeben, meinten sie, auf ihrem Zettel stehe nichts. Einer von den beiden hat nebenbei ständig über Handy mit einem Freund telefoniert, dem er irgendwelche technischen Anweisungen gab. Die Beiden stellten nun fest, dass das alles gar nicht geht. Die Türöffnung zum Bad ist 10 cm schmaler als die Waschmaschine. Das ist eine Falttüre mit ca. 50 cm Öffnung und die Wama hat 60 cm. Ich frage mich, wie die alte da reinkam. Die hat mein Umzugsunternehmen vor 7 Jahren doch auch reingebracht. Mir ist nicht bewusst, dass damals die Falttüre entfernt wurde. Sei es wie es will, die Türe musste raus. Das wiederum konnten, durften oder wollten die Beiden nicht machen. Außerdem muss der Chef sich das angeblich vorher ansehen. Sie stellten also die neue im Zimmer ab und verschwanden. Nun stand in meinem Esszimmer die neue Wama und im Bad die alte. Ich war wirklich wütend. Nicht darüber, dass das Problem nicht gelöst werden konnte, sondern darüber, dass die Beiden so desinteressiert waren und hauptsächlich über den Ton, den sie mir gegenüber angeschlagen haben. Die Beiden haben mich behandelt wie eine demente Alte.

Ein lieber Freund, den ich am Abend noch bat, sich das Ganze anzuschauen, hat keine Möglichkeit gesehen, dieses Zieharmonika-Dings auszuhängen.
Meine Vermieterin, die ich von solchen Aktionen auch verständigen muss, war verreist und
außerdem war am folgenden Tag Feiertag bei uns. Also saß ich zwischen zwei Waschmaschinen und konnte gar nichts unternehmen bis zum Freitagmorgen. In der Nacht zum Donnerstag konnte ich kaum schlafen. Ich bin immer wieder zum Türrahmen gewandert und habe überlegt, wie man das Ding heraus bekommt. Um 2 Uhr Nachts habe ich dann eine Schlaftablette genommen, weil es mir zu dumm wurde.

Freitag, 5. Juni

Gleich morgens habe ich bei Euronics angerufen. Dort erfuhr ich, dass der Lieferant wohl ein Subunternehmer war. Kein Wunder hatten die Beiden kein Interesse und wollten nur Feierabend machen. Am Freitagnachmittag kamen dann zwei Techniker von Euronics. Auch junge Leute aber so was von freundlich. Ein Unterschied wie Tag und Nacht. Sie beruhigten mich erst mal und hatten dann im Nu den Türrahmen ausgehängt. Ohne Probleme wurden die Maschinen ausgetauscht und die Türe wieder einmontiert.

Das sind Situationen, in denen man merkt, dass man alleine ist. Aber nun ist alles wieder gut und die „Neue“ tut brav ihren Dienst.

36 Antworten

  1. Puhhhh…gut, dass es ein befriedigendes Ergebnis gab 🙂

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    14. Juni 2015 um 14:31

  2. Hi hi hi da hattes du ja ganz schön Stress, du arme.
    Mir gings mal anders, meine WAMa streikt, ähnlich wie deine, und ich habe eine neue gekauft (man hats ja) und da ich gerne bastle habe ich an der alten geschaut was ich denn so brauchen könnte und nach dem ich fast alles auseinander geschraubt hatte und auch schon einiges entsorgt hatte sah ich das das Fusselsieb bzw. die ganze Leitung verstoft war und das bestimmt die Ursache war, ja ja so sind wir Männer.

    Liebe Grüße
    Lucian

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    14. Juni 2015 um 14:41

    • Da habe ich lieber gar nicht mehr nachgeschaut, Lucian 🙂 Wird wohl ähnlich gewesen sein 🙂 Aber tröstlich, dass ich mit einem Mann im Hause wohl auch ne neue gekauft hätte 🙂

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      14. Juni 2015 um 15:04

  3. Gut, dass die neue WaMa dann doch durch die Tür gepasst hat – immer schön, wenn man auf freundliche Servicemenschen trifft? Nur leider nicht selbstverstdändlich, wie man aus deiner Erfahrung liest – einen lieben Gruß von Doris

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    14. Juni 2015 um 14:47

    • So ist es, liebe Doris. Ein klein wenig Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft macht das Leben gleich leichter.

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      14. Juni 2015 um 15:05

  4. Gudrun

    So ist in dem tagelangen Trauerspiel doch noch alles gut geworden.
    Ich kenne solche Situationen auch. Leider. Ich frage mich bloß, wieso Waschmaschinen so kaputt gehen, dass man mit fatschnasser Laugenwäsche da steht. 🙂

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    14. Juni 2015 um 15:02

  5. Das ist ja eine Horror Geschichte.
    Ich kann ja verstehen, dass die Leute bei Anlieferung nicht erfreut sind, wenn man nicht Parterre wohnt und wenn außerdem die Wohnungen einige Probleme aufweisen, aber ist das für diese Leute denn nicht an der Tagesordnung?
    Ich finde das kommt so oft vor, dass die das gewohnt sein müßten, und dann kann man zumindest eine normales Maß an Höflichkeit zeigen, Freundlichkeit wäre natürlich noch besser.
    Hier im Haus ist es schon vorgekommen, dass Möbel für die Wohnungen über uns, auf der Treppe nicht ausrechend gedreht werden konnten, dann schellen die kurzerhand bei uns, kommen mit dem Teil erst Mal in unsere Wohnung um dann den Dreh auf der Treppe besser hinzubekommen.
    Wir motzen dann doch auch nicht mit den Leuten, im Gegenteil mein Mann packt wenn erforderlich noch mit an.
    Wir finden das immer sehr lustig. Wenn uns da einer unhöflich käme, könnte er im Flur rumhapeln, dann würde ich die Tür wieder schließen.
    Ich freue mich für Dich, dass alles noch so gut abgelaufen ist und wünsche Dir viele gute Jahre mit der neuen Waschmaschine.
    LG
    Agnes

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    14. Juni 2015 um 16:11

    • Du siehst das genau richtig, liebe Agnes. Wenn jemand freundlich fragt, dann ist man gerne hilfsbereit. Den beiden Anlieferern habe ich übrigens keinen Cent Trinkgeld gegeben. Dafür wurden die zwei Herren, die dann alles in Ordnung brachten, reichlich belohnt 🙂

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      14. Juni 2015 um 17:02

  6. Mensch nee … so ein Ärger !
    Jetzt ist alles gut und wollen wir mal hoffen das die NEUE gaaanz lange hält XXX!

    GLG TB

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    14. Juni 2015 um 18:38

  7. Na GottseiDank gab es noch ein glückliches Ende liebe Ute, aber über die heutigen Subunternehmen kann man wirklich Geschichten schreiben.
    Ich hasse diese Unfreundlichkeit und das Desinteresse an ihrer eigentlichen Arbeit und dann tun sie auch noch genervt…schlimm !!!

    Viel Freude mit deiner Neuen
    und einen lieben Gruß,

    Uschi

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    14. Juni 2015 um 20:00

    • Dabei wäre es doch so einfach, ein klein wenig freundlicher zu sein – kostet doch nichts.

      Gefällt 1 Person

      14. Juni 2015 um 21:09

      • Ganz genau Ute !
        Mich regen solch unzufriedene und mürrische Menschen dermaßen auf, da kann ich nicht an mich halten und die bekommen das auch gesagt 😉

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        15. Juni 2015 um 15:34

  8. He.ute

    Oh je Ute, das ist Stress den man nicht wirklich braucht. Schön aber dass die 2. Techniker dir so freundlich und flexibel helfen konnten. Mit ein bisschen Willen geht alles. Ich hoffe deine neue Waschmaschine läuft nun problemlos.
    Einen schönen Abend wünsche ich dir
    LG Heike

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    14. Juni 2015 um 20:26

    • Ja Heike, jetzt ist alles in Ordnung. Wenn die nun auch über 15 Jahre hält, dann brauche ich keine mehr 🙂 🙂

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      14. Juni 2015 um 21:10

  9. ohh! ein Glück das es doch noch geklappt hat ❤️

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    14. Juni 2015 um 20:58

  10. Ach Ute, da hat der liebe Murphy mal wieder zugeschlagen. – Aber glaube nicht, dass alle Männer technisch begabt sind, da haben manche auch zwei linke Hände.

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    14. Juni 2015 um 22:47

  11. läuft sie denn nun auch gut?
    schöne Woche, Klaus

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    15. Juni 2015 um 12:26

  12. Schon sehr ärgerlich, solche unkompetenten Leute. Super, dass dann doch noch alles gut ausging.

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    15. Juni 2015 um 19:57

  13. Herrchen sagt bei solchen Vorfällen häufig: denen (Lieferanten u.a.) geht es einfach noch zu gut!

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    16. Juni 2015 um 07:16

  14. Man hat vielerorts immer noch nicht begriffen, dass Subunternehmen zwar umj einiges günstiger sind, dies aber auf Kosten der Freundlichkeit und des Kundenservices geht….
    Aber dein Waschmaschinen-Drama hat ja zum Glück ein gutes Ende genommen. 😉
    Liebe Grüße!

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    16. Juni 2015 um 13:19

  15. Es gibt auch nette und hilfbereite Leute wie du siehst. Zum Glueck ging alles gut am Ende!

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    18. Juni 2015 um 07:45

  16. eine gute Woche wünsche ich, Klaus

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    22. Juni 2015 um 13:14

  17. Was für eine Geschichte. Wirklich ärgerlich, wenn man manchal auf die Hilfe anderer angewiesen ist, die dann eigentlich gar kein Interesse daran haben, dir zu helfen, auch wenn sie eigentlich müssten, wie in diesem Fall. 😦

    Wie gut, dass alles gut ausgegangen ist.

    LG Frauke

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    28. Juni 2015 um 16:40

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