ute`s Fotoblog

Tagebuch Teil I


In meinen ersten Lebensjahren hat mein Vater für mich ein Tagebuch geschrieben. Das hat er mir dann zusammen mit vielen Bildern zur Konfirmation geschenkt. Leider sind die letzten Manuskripte verloren gegangen, so dass es ziemlich abrupt endet. Es ist zwar sehr persönlich, aber ich denke es ist ein sehr schönes Zeitdokument und interessiert euch sicher auch.

1943-1945

Wir schreiben Sommer 1943. Immer noch ist Krieg. Auch Amerika kämpft gegen uns. Das Ringen wird immer härter. Noch musste ich nicht Soldat werden. Wie lange darf ich noch bei euch sein? An Weihnachten 1943 sind Oma und Opa von Cannstatt bei uns. Deine Geschenke werden von Mama und Papa selbst angefertigt. Es gibt ja nichts mehr zu kaufen. Für alles, Kleider, Schuhe, Strümpfe usw. braucht man außer Geld auch Bezugsscheine und die gibt es kaum. Trotzdem versteht es Mama, dich immer nett anzuziehen.

 

Im Sommer 1944 wird Stuttgart nochmals stark bombardiert. Das Leben spielt sich nur noch zwischen Fliegeralarmen ab. Am Viadukt ist ein großer Bunker gebaut worden. Dahin rennen wir bei Tag und Nacht. Du wirst in das Leiterwägelchen gesetzt und dann geht’s los wie die Feuerwehr. Zu allem Unglück hin hast du noch den Keuchhusten. Wenn du dann nachts aus dem Bettchen gerissen wirst bekommst du starke Anfälle.

Das Herannahen feindlicher Bomberverbände wird immer im Radio mit den folgenden Worten durchgegeben „Feindliche Bomberverbände überfliegen den Rhein und sind im Anflug auf unsere Stadt. Ende der Meldung“. Dein Nachtgebet lautet eines Tages plötzlich folgendermaßen „Ich bin klein, mein Herz ist rein, soll niemand drin wohnen als Jesus allein – Ende der Meldung“. Darüber mussten wir trotz allen Ernstes herzlich lachen.

Wie du überhaupt, liebes Utelein, durch dein drolliges aufgewecktes Wesen uns viel Freude machst. Auch körperlich sieht man dir Gott sei Dank keine Not an.

Jetzt, kurz vor Weihnachten 1944 gehen unsere Kohlen aus, es gibt auch keine zu kaufen. Am Heiligen Abend nehmen wir dein Bettchen und ziehen zu Oma und Opa Wild. Da haben wir wenigstens eine warme Stube. „Und Frieden auf Erden…..“ heißt es in der Weihnachtbotschaft. Mein liebes Kind, hoffentlich musst du nie mehr ein derart friedloses Weihnachten feiern wie dieses. Immer wieder ist Fliegeralarm. Das Kriegsglück hat sich gewendet. Unsere Feinde stehen auf deutschem Boden. Wie soll es weitergehen? Wir dürfen den Krieg nicht verlieren, sonst geht es uns schlecht. Die Zeitungen schreiben von Geheimwaffen, die zum Einsatz kommen. Hoffentlich recht bald.

Am 10. Februar 1945, einer kalten Winternacht mit Eis und Schnee, geschieht etwas Fürchterliches. Dein Opa Wild verunglückt tödlich. Im Schamottwerk Ruppmann, dien Opa ist dort als Werkmeister tätig, bricht nachts gegen 23 Uhr Feuer aus. Opa wird gerufen um zu helfen. Wie er dann aus der brennenden Fabrik herauskommt stürzt eine Mauer ein und begräbt ihn unter den Trümmern. Dein Papa steht nur einige Meter entfernt davon. Am Abend hat Opa noch so nett mit dir und einem Stofftier, einer Katze, gespielt. Er konnte sich an seinem Geburtstagsgeschenk, nämlich dir, nicht lange freuen. (Anm.: Mein Großvater hatte am selben Tag Geburtstag wie ich).

Du siehst, ich kann dir von dem, was in deinen ersten Lebensjahren um dich geschieht, nicht viel Erfreuliches berichten.

Doch das Leben geht weiter. Ostern 1945. Der Feind rückt immer näher. Dauernd sind Fliegeralarme und Angriffe. Und dann, am 20. April, fahren französische Panzer von Möhringen her kommend in Vaihingen ein. Einige kleinere Schießereien noch und wir sind von den Franzosen besetzt. Beinahe wäre ich noch, ohne Soldat gewesen zu sein, in Gefangenschaft geraten. Ich muss nach unserer Wohnung sehen, wir sind ja immer noch bei Oma und da will mich so ein Marokkaner in der Bahnhofstraße auf seinen Panzer ziehen, weil er in mir einen Volkssturmmann vermutet. Ein zufällig vorbeikommender Zivilfranzose, der bei Opa in der Fabrik gearbeitet hat und mich kennt, erklärt ihm dann, dass ich weder Soldat noch Volkssturmmann bin. Da lässt er mich laufen.

Der Krieg ist für uns zu Ende, aber anders als wir gehofft haben. Was wird jetzt alles kommen???

Zunächst müssen alle Radio- und Fotoapparate gegen Androhung der Todesstrafe abgegeben werden. Unseren Radio gebe ich ab aber von meinem Foto kann ich mich nicht trennen. Er wird im Holzstall, gut eingepackt, eingegraben. Bald jeden Tag gibt es neue Schikanen. Männer werden von den Franzosen von der Straße weg zum Arbeiten für sie gezwungen, wir sind keine freien Menschen mehr.

Hoffentlich kann ich dir in späteren Jahren schöneres berichten.

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Dies ist der erste Teil des Tagebuches. Wenn es euch interessiert, dann lasse ich euch gerne auch noch den zweiten Teil lesen 🙂
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Di Okt 21, 2008 19:48
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49 Antworten

  1. Liebe Ute,
    das ist sehr bewegend und irgendwie habe ich jetzt einen Kloss im Hals, so liebevoll ist das geschrieben und trotzdem spürt man die Ungewissheit. Es ist ein unersetzliches und sehr persönliches Zeitdokument was dein Vater dir hinterlassen hat, und wie ich sehe hast du es gut in Ehren gehalten all die Jahre. Ich würde sehr gern weiterlesen, auch wenn ich mich etwas fühle als wäre das doch nur für dich. Deshalb danke ich dir fürs Teilen.
    Liebe Grüße
    Heike

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    8. Januar 2011 um 21:40

    • Liebe Heike, ich habe mir das auch sehr lange überlegt. Ich weiß, es ist sehr persönlich, aber es ist eben auch ein einmaliges Zeitdokument. Nun sind bald 70 Jahre seit dieser schlimmen Zeit vergangen. Wir kennen sie ja aus unzähligen Büchern und aus den Erzählungen unserer Eltern. Aber genau damals geschrieben aus der Sicht eines jungen Vaters, das ist sicher sehr selten. Darum habe ich mich entschlossen, auch das Tagebuch zu zeigen.

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      8. Januar 2011 um 22:29

  2. fudelchen

    Einen Noppenmantel habe ich bekommen.
    Schon allein die Tatsache, daß dein Papa Tagebuch geführt hat, finde ich so toll.
    Ich könnte eigentlich nichts Gutes von Vater und Mutter berichten, aber das ist Vergangenheit.
    Gerne würde ich auch noch etwas lesen, obwohl ich lange Texte eigentlich nicht mag, aber das hier ist interessant und sehr schön geschrieben.

    Hab noch einen schönen Abend und herzliche Grüße

    Marianne 😉

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    8. Januar 2011 um 22:21

    • Danke Marianne. Ich weiß, es ist etwas lang, aber kürzen möchte ich natürlich in diesem Dokument nichts. Ja ich muss sehr dankbar sein, ich hatte sehr liebevolle Eltern.

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      8. Januar 2011 um 22:31

  3. Oh, ja bitte! Ich möchte auch unbedingt den zweiten Teil noch lesen! 🙂 Das ist so bewegend, so liebevoll und eindringlich geschrieben!
    Liebe Grüße!

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    8. Januar 2011 um 22:39

    • Danke Margot. Als ich das mit 14 Jahren bekam wusste ich es nicht so zu schätzen wie heute 🙂

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      8. Januar 2011 um 23:12

  4. JA danke das du diese sehr persönlichen Zeilen mit uns teilst. In solchen Zeiten an ein Tagebuch für seine Tochter zu schreiben finde ich schon sehr lieb, bewundernswert…. dein Dad muss dich sehr lieben.
    Ich freue mich auf Teil 2!

    LG TimeBandits

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    8. Januar 2011 um 22:42

    • Ja, mein Dad mochte mich. Er lebt schon lange nicht mehr.

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      8. Januar 2011 um 23:13

  5. Hallo Ute,
    bin durch Barbara auf Deinen Blog aufmerksam geworden. Ich muss sagen, dass mir das Tagebuch, das Dein Papa für Dich geschrieben hat, sehr gut gefällt. Eben auch deshalb, weil es von jemand geschrieben wurde, der in dieser Zeit lebte und litt. Trotzdem hat er sein Töchterchen lieb gehabt, und dieses schöne Buch für Dich geschrieben.
    Schön, dass Du uns daran teilhaben lässt; und ja es wäre schön die Fortsetzung zu lesen.
    Liebe Grüße sende ich Dir….
    Rosi

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    8. Januar 2011 um 22:57

    • Danke Rosi, schön, dass es dir gefällt 🙂
      Nochmals herzlich willkommen auf meinem Blog.

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      8. Januar 2011 um 23:17

  6. Ute, da es fast die gleiche Zeit ist, in der ich groß geworden bin, finde ich es sehr, sehr interessant. Leider hat das niemand für mich gemacht, aber mein Vatr war auch die ganze Zeit im Krieg bzw. in Gefangenschaft und meine Mutter hatte offensichtlich anderes zu tun.
    Gerade vor ein paar Tagen habe ich Erinnerungen an die Kindheit von einem gelesen, der 1934 als Halbjude geboren wurde. Es war aber nicht so persönlich und spannend geschrieben, das hier hat mir sehr viel besser gefallen beim Lesen. – Da es so viele, viele Jahre vorbei ist, diese Zeit, ist das persönliche doch mehr in ein Zeitzeugendokument übergegangen.
    Herzlichst Clara

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    8. Januar 2011 um 23:33

    • Clara, ich hatte das Glück, dass mein Vater nicht eingezogen wurde, sonst wäre das wohl auch nicht zustande gekommen. Er hat in einer Fabrik gearbeitet, die Schalter hergestellt hat. Warum das kriegswichtig war, weiß ich leider auch nicht.

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      8. Januar 2011 um 23:48

      • Vielleicht um die Schalter zu verkaufen, damit Geld ins Land kommt? Bliebe die Frage, wer Deutschland was abgekauft hätte.

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        11. Januar 2011 um 12:08

      • Möglich. Oder sie brauchten ja auch Schalter für Flugzeuge und Panzer usw.

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        11. Januar 2011 um 15:17

  7. Hallo Ute, habe gerade das Tagebuch Deines Vaters gelesen. Sehr berührend und liebevoll geschrieben. So etwas gibt es nicht oft, dass der Vater für sein Kind ein Tagebuch führt und dann noch in Kriegszeiten. Du kannst wirklich stolz auf Deine Eltern sein. Wenn es Dich nicht stört, dass wir diese sehr persönlichen Empfindungen mitlesen, würde ich auch gerne weiterlesen, denn es ist auch meine Kindheitszeit gewesen. Dankeschön für’s Einstellen.
    liebe Grüsse
    Brigitte die Weserkrabbe

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    8. Januar 2011 um 23:57

    • Hallo Brigitte. Herzlich willkommen auf meinem Blog 🙂 Dann ist es für dich ja besonders interessant, wenn es auch deine Kinderzeit war. Gerade zu dieser Zeit gehören die persönlichen Empfindungen einfach dazu. Deshalb habe ich mich auch entschlossen, das Tagebuch zu veröffentlichen. Wir wissen so wenig über die sog. „kleinen“ Dinge, die eine Familie damals erlebt hat.

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      9. Januar 2011 um 10:38

  8. Hallo, liebe Ute, ich hoffe sehr, dass du weiter schreibst. Es ist ein ganz besonderes Zeitdokument, weil es auch noch sehr persönlich ist.
    Ich finde das toll, dass dein Vater das alles für dich aufgeschrieben hat.

    Liebe Grüße und einen schönen Sonntag

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    9. Januar 2011 um 08:45

    • Da bin ich meinem Vater auch heute noch sehr dankbar, liebe Gudrun.

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      9. Januar 2011 um 10:39

  9. Ein in jeder Hinsicht einmaliges Zeitdokument. Dein Vater muss ein wunderbarer Mensch gewesen sein, der sich über sehr vieles seine Gedanken gemacht hat. Sehr, sehr gerne möchte ich auch den 2.Teil lesen. Meine Mutter hat so gut wie gar nichts über ihre Jugend-und Kriegsjahre erzählt. Deshalb ist es sehr aufwühlend zu lesen und sich bewusst zu machen, dass Millionen Menschen EIN Schicksal geteilt haben und wie sie es (hautnah) erlebt haben.
    Nochmals Danke und lieben Gruss-moni

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    9. Januar 2011 um 11:45

    • Liebe Moni, ich werde den zweiten Teil noch einstellen. Mehr gibt es sowieso nicht. Das Tagebuch endet dann mit der unmittelbaren Nachkriegszeit.

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      9. Januar 2011 um 13:15

  10. Ein wunderbares Tagebuch! Sehr anrührend und so liebevoll geschrieben, dass mir mein Herz beim Lesen schwer wurde. Wie viele Väter sind in dieser schrecklichen Zeit gefallen und wie viele kleine Kinder mussten in ständiger Angst und mit vielen Entbehrungen aufwachsen! Wie viele Kinder sind als Waisen allein zurück geblieben und wie viele mussten in Flüchtlingstrecks ihr Leben lassen, hungern und frieren. Wie gut wir es doch heute haben!
    1000-Dank für das Teilhabenlassen an diesem wunderschönen Tagebuch. So wurde mir wieder vor Augen geführt, was wirklich wichtig ist im Leben.
    Liebe Grüße von Rosie
    P.S. Du warst ein unglaublich niedliches kleines Mädchen.

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    9. Januar 2011 um 12:20

    • Liebe Rosi, wir können einfach nur hoffen, dass so etwas nie wieder passiert.

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      9. Januar 2011 um 13:15

  11. april

    Ja, das ist es: ein einmaliges Zeitdokument, ein Schatz. Toll, dass dein Vater das gemacht hat und schade, dass es nur relativ wenig ist. Danke, dass du uns teilhaben lässt. Und den zweiten Teil würde ich gerne auch lesen.

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    9. Januar 2011 um 12:49

    • Gudrun gerne. Der zweite Teil endet dann mit der unmittelbaren Nachkriegszeit. Ich war früher auch traurig darüber, dass es nicht weitergeht. Aber dann sagte ich mir, die Zeiten hatten sich normalisiert und es wäre dann sowieso nicht mehr so interessant gewesen.

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      9. Januar 2011 um 13:17

  12. Liebe Ute, das ist so interessant, vielen Dank fürs Einstellen! Und natürlich möchte ich mehr lesen!
    Das ist mal die hautnahe Sicht, wann hat man schon einmal Gelegenheit, das zu lesen?

    Danke.
    Und ich wünsche dir einen schönen Sonntag!
    Heike
    🙂

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    9. Januar 2011 um 15:01

    • Danke Heike. „Hautnahe“ Sicht ist wirklich der richtige Ausdruck 🙂

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      9. Januar 2011 um 18:27

  13. Liebe Ute, das ist etwas unglaublich Wertvolles, was Du da hast. Ich möchte es inhaltlich gar nicht weiter kommentieren, sondern einfach wirken lassen.

    Vielen Dank fürs „Teilen“!

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    9. Januar 2011 um 15:08

  14. Liebe Ute,
    ich danke dir das du uns an diesem Tagebuch teilhaben lässt. Es ist wunderbar geschrieben und auch sehr interessant, wir wollen hoffen das wir nie, nie wieder solche Zeiten bekommen.
    Ich bin schon sehr auf den 2. Teil gespannt.

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    9. Januar 2011 um 18:08

    • Das hoffe ich auch sehr, liebe Claudia, dass uns der Friede erhalten bleibt.

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      9. Januar 2011 um 18:28

  15. Liebe Ute,

    auch ich bedanke mich, dass ich diese, sehr persönlichen Zeilen lesen darf und freue mich auf Teil 2.

    Liebe Grüße und einen schönen Abend
    Bärbel

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    9. Januar 2011 um 19:00

  16. Bärbel, der kommt dann morgen 🙂

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    9. Januar 2011 um 19:40

  17. Liebe Ute,

    erst einmal danke für das Mitteilen! Auch, wenn das alles andere als erfreuliche Ereignisse waren, so kannst Du Dich freuen, dass trotz allem Leid so viel Liebe zwischen diesen Zeilen steckt. Ich finde das wunderbar, dass Du diese persönliche Dokument hast. Unglaublich! Da meine Eltern sehr alt waren und meine Mutter bis zu ihrem Tod nicht von der Vergangenheit loskam, erzählte sie mir sehr viel aus der Kriegszeit. Es war die Hölle! Mein Vater, der auch schon den ersten Weltkrieg erlebt hatte war ein Mensch, der nie gerne zurückschaute. Trotzdem erzählte auch er so manches. Ja, damals gab es noch keine Traumatherapien oder ähnliches. Manche Menschen sind an den Erinnerungen zerbrochen.

    Ich denke immer, wie verwöhnt wir doch sind. Und über welche Kleinigkeiten sich zum Beispiel auch Dein Vater damals freuen konnte, trotz des Leides. Und, wie lieb er Dich hatte! Deshalb ist das, auch wenn es noch so schlimm war, eine positive Erinnerung an Deine KLeinkindzeit, und Du warst ja auch ein richtiger, süßer Wonneproppen! Siehst ein bisschen traurig oder ängstlich aus, so als möchte man Dich am liebsten aus dem Foto nehmen und beschützen und knuddeln!
    Ja, auch ich bin sehr interessiert an einer Fortsetzung!

    Ganz lieben Herzgruß
    Bina

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    9. Januar 2011 um 23:43

    • Bina, man sollte sich diese Zeit öfter mal vor Augen halten. Manchmal denke ich, man war trotz vieler Entbehrungen zufriedener als heute. Nein, anders gesagt, man war glücklich über Kleinigkeiten, die man heute gar nicht mehr beachtet. Gestern sah ich auf meinem Spaziergang zwei Brötchen mitten auf dem Gehweg liegen, achtlos weggeworfen. Da musste ich daran denken, wie glücklich die Menschen damals gewesen wären, wenn sie überhaupt etwas zu Essen gehabt hätten. Danke für deinen Beitrag.

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      10. Januar 2011 um 09:45

  18. Liebe Ute, komme gerade erst dazu diese so liebevoll geschriebenen Zeilen zu lesen. Bin noch ganz aufgewühlt und bewegt. Ich danke Dir ganz herzlich, dass Du dieses Geschenk Deines Vaters mit uns teilst.
    Es grüßt dich herzlich, Grethe

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    10. Januar 2011 um 00:48

    • Danke Grethe. Es ist sooo lange her, aber immer noch berührt es.

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      10. Januar 2011 um 09:46

  19. liebe ute, mit sicherheit bewegende momente..ich finde deine idee gut!! liebe gruesse manfred

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    10. Januar 2011 um 08:54

  20. fellknaeul

    liebe Ute

    ja das waren harte Zeiten, meine Mutter und meine Oma haben mir auch oft davon erzählt 😦

    liebe Grüße Steffi

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    10. Januar 2011 um 09:59

  21. Puuuuh, liebe Ute,
    das ist ja was ganz besonderes.
    Dir selbst ging es bestens, weil es so viel Liebe um dich und für dich gab. Ich wette, du hast damals nichts vermisst, natürlich deinen Großvater, ansonsten aber nichts.
    Man kannte es ja nicht anders.
    Die Phantansie war das Spielzeug, und ließ ganz einfache Dinge zu allem möglichen werden, was spielen ermöglichte…

    Wunderbar, dass du diese Aufzeichnungen noch in deinem Besitztum hast.

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    10. Januar 2011 um 14:43

    • Stimmt schon Bärbel, ich habe damals nichts vermisst. Gespielt habe ich u.a. mit Bakelitabfall, den mein Vater von der Firma gebracht hat. Das waren meine Bauklötze. 🙂

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      10. Januar 2011 um 18:13

  22. Puuh jetzt musste ich auch schlucken….was für eine schwere Zeit das doch war!
    Wir können uns das heutzutage gar nicht mehr richtig vorstellen.

    Danke, dass Du diese Zeilen mit uns teilst, es ist wirklich sehr bewegend!

    Liebe Grüße
    Katinka

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    11. Januar 2011 um 11:56

  23. Ute, das war eine tolle Idee!
    Mich bewegen solche Berichte immer total.
    Mein Papa ist 1938, meine Mama 1945 geboren und ich habe immer ganz interessiert den Erzählungen meiner Großeltern gelauscht.
    Von klein an interessierte ich mich für den zweiten Weltkrieg, nicht für den Krieg als solches, denn Krieg ist immer grausam.
    Aber ich fand es immer sehr bewegend, wie die Menschen zu solch schlimmen Zeiten irgendwie immer noch klar kamen, na ja, manchmal mehr schlecht als recht, aber trotzdem.
    Dein zweiter Teil ist schon online und den werde ich jetzt direkt lesen.
    Die „Tolle“ auf deinem Kopf sieht übrigens echt klasse aus 🙂
    Warst ja ne echt süße Maus 🙂

    Liebe Grüße,
    Sylvia

    PS: Wenn ich endlich mal mehr Zeit habe werde ich vielleicht etwas ähnliches wie du machen. Ich habe die ganzen alten Bilder von früher und auch die Briefe, die die Geschwister meines Vater von der Front an meine Oma geschrieben haben. Und da ich altdeutsch lesen und auch schreiben kann dürfte es kein Problem sein, sie in Artikel zu verwandeln …

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    11. Januar 2011 um 15:16

    • Das wäre sehr interessant, Sylvia. Das ist wirklich gelebte Geschichte. Briefe von der Front würde ich wirklich mal verarbeiten. Bei einer Freundin habe ich welche gelesen, das ist erschütternd. Es wäre schade, wenn so etwas verloren ginge.

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      12. Januar 2011 um 11:01

  24. Liebe Ute,
    wunderschön ist dieses Tagebuch geschrieben. Ich kann mir gut vorstellen, dass du dir als 14-jährige sicher etwas anderes gewünscht hast. Um so besser, dass du des trotzdem immer aufbewahrt hast, so können wir auch ein wenig daran teilhaben!

    Herzlichen Dank und liebe Grüße
    Lucie 🙂

    PS: Jetzt werde ich auch noch den 2. Teil lesen.

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    12. Januar 2011 um 01:04

    • Stimmt schon, Lucie. Solche „Geschenke“ weiß man erst viel später zu schätzen.

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      12. Januar 2011 um 11:02

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