ute`s Fotoblog

Mein Ferry


Mein Ferry war ein silbergrauer Kleinpudel, den ich heiß und innig liebte.

Gehorcht hat er meinem Mann mehr als mir. Ich habe ihn halt immer in

Schutz genommen, wenn mein Mann ihn erziehen wollte.

Zur Erziehung eine nette Geschichte:

Als er noch nicht stubenrein war, haben wir ihn zur Strafe immer vor die

Tür des Küchenbalkons gesetzt. Anfangs mit dem Erfolg, dass er sein

Geschäft in der Wohnung machte und sich dann freiwillig an die Tür

setzte in der Erwartung, rausgeworfen zu werden.

Noch etwas zum Erwachsenwerden:

Er suchte sich zum ersten Mal einen Baum, um das Bein zu heben,

wusste aber wohl nicht genau, wie das geht. Er stand mit dem linken

Bein am Baum und hob das rechte. Er purzelte um und schaute uns

total erstaunt an.

Wir hatten 16 Jahre lang viel Freude mit ihm und ich denke heute noch

oft an die Zeit zurück.

Eigentlich wollte ich nicht seine Lebensgeschichte erzählen, sondern

auf Nachfrage von Sylvia erklären, warum ich nur noch ein verblasstes Bild von ihm habe.

Als vor nunmehr fast zwei Jahren mein Mann starb, (Ferry war damals schon viele Jahre im Hundehimmel) musste ich sehr schnell die große Wohnung räumen. In meiner kleinen Wohnung hatte ich keinen Platz, die vielen Möbel und sämtliche Fotoalben unterzubringen.

 Es waren über 40 Leitzordner mit Bildern von unseren Reisen und natürlich auch von

Ferry.

Als die Entrümpler weg waren und ich in der leeren Wohnung nochmals einen Rundgang machte, lag seltsamerweise noch ein einzelnes kleines Bild mit der Rückseite nach oben

auf dem Boden. Es musste aus irgendeinem Album rausgefallen sein. Ich hob es auf und

drehte es um. Es war ein Bildchen von meinem Ferry.

Haltet mich für blöd, aber ich hatte das Gefühl, er wollte mir sagen, aber mich nimmst

du bitte mit. Dieses Bild habe ich natürlich behalten und so kann ich euch wenn auch

etwas unscharf und verblasst, meinen Ferry noch zeigen.

klick mich

11 Antworten

  1. nein da giebt es gar nichts bloedes,meine katzen und hunde die gestorben sind,begleiten mich wie die menshen die ich liebe/te,sie sind alle noch da….und sie sind mir aehnlich und ich ihnen…wir haben ja miteinander gelebt…und sie waren so wichtig fuer mich wie ein mensch….
    :-)….und sie fehlen mir manchmal sehr….und da hat jedes dieser wesenheiten seine ganz eigene geschichte….sie lernen und verstehen das was sie wollen/kennen….das er sich dann immer freiwillig vor die tuer gesetzt hat….lol..,und wenn ich an meinen geliebten vater denke ,dann denke ich auch an seinen kater peter,der hatte sich in einem fliegenfaenger verfangen(eins von diesen klebedingern) er ist mit magarine (um das klebezeug zu loesen)und mehl(um das fett aufzusaugen)gereinigt worden…und hat das alles verstanden…..na da gaebe es soviel zu erzaehlen
    bis dann regido

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    10. Februar 2010 um 19:08

  2. Danke für dein Verständnis regido. Was für eine nette Geschichte vom Kater deines Vaters. Ich kann mir so richtig vorstellen, was der Arme mitmachen musste, bis er befreit war.
    Du hast Recht, es gäbe unendlich viel zu erzählen vom Leben mit unseren Tieren.

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    10. Februar 2010 um 19:33

  3. Ute, das alles muss sehr schwer für dich gewesen sein 😥
    Der Tod von Ferry, der Tod von deinem Mann und dann so viele geliebte Sachen nicht mit in ein neues Leben nehmen zu können. *knuddel*

    Umso erstaunlicher finde auch ich es, daß dieses kleine Bild von Ferry den Weg zu dir gefunden hat und dich auch weiterhin begleitet.
    Ferry ist übrigens ein ganz Süßer und er hat total liebe Augen!

    Ich finde es ganz toll, daß du die Geschichte von Ferry aufgeschrieben hast, daß war sicherlich nicht leicht für dich!

    Aber jetzt hast du Ferry auf deinem Blog verewigt und das finde ich schön! 🙂

    Ich weiss nicht, ob du es schon kennst, aber wenn du magst, dann lies dir mal den Artikel „Lebendinge Liebe“ auf meinem Blog durch. Du findest ihn, wenn du auf das kleine Herz direkt unter dem Header klickst.

    Ganz liebe Grüße,
    Sylvia

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    11. Februar 2010 um 09:40

  4. Sylvia, danke für den Hinweis. Das kleine Herz hatte ich nicht gesehen. Es ist eine wunderschöne Geschichte.
    In meinem Forum haben wir viele Mitglieder, die ihre Tiere sehr lieben. Darf ich die Geschichte dort – wenn du möchtest über einen link auf dein Blog – einsetzen?

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    11. Februar 2010 um 10:37

  5. Die Geschichte ist ja nicht von mir 😉
    Natürlich darfst du das, freue mich ja sowieso über jeden Besucher! 🙂

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    11. Februar 2010 um 10:40

  6. Frau Fröhlich

    Liebe Ute,

    beim Lesen wurde mir gleich ganz anders … ich kann mir vorstellen, wie schwer es dir gefallen sein muss, darüber zu schreiben.

    Ich umärmel dich einfach mal ganz dolle.

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    12. Februar 2010 um 09:35

  7. Danke Frauke,
    gut, dass die schlechten Tage genau so schnell vorübergehen wie die guten.:-)

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    12. Februar 2010 um 10:10

  8. Kathrin

    Nein Ute da ist überhaupt nichts blödes dran.
    Du weißt bestimmt das meine Engel Tinka & Carlo Gedenkseiten im Web haben.
    Als ich neulich, Du hast es ja gelesen ~ Engel hinter dem Regenbogen in den Blog kopiert habe,
    kam alles wieder hoch. Diese verdammten drei T’s ~ TOD ~ TRAUER ~ TRÄNEN.

    Wir sind doch Menschen und wir haben ein Familienmitglied verloren und jeder hat das Recht zu trauern. Und Du hast noch mehr als ein Familienmitglied verloren. Aber sie leben weiter ~ in unseren Herzen.

    Fühl Dich ganz fest in den Arm genommen.

    P.S. Ich hatte vor Estelle auch einen kleinen schwarzen Pudel ~ Josy hieß sie 🙂

    Ich wünsche Dir ein schönes Wochenende.

    Liebe Grüße Kathrin 😛

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    12. Februar 2010 um 20:50

  9. Danke Kathrin *ich umarme dich*

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    12. Februar 2010 um 21:53

  10. Regina

    Hallo Ute,

    das hört sich so traurig an, Du schreibst so, da wird einem ganz anders ums Herz,
    dein Foto ist zwar etwas unscharf und verblasst,
    aber im Herzen ist dein Ferry schön scharf, das sieht man an deiner Geschichte,
    ich selbst habe zwar keine Tiere ,da ich auch nur in einer Wohnung wohne und das einem Tier nicht zumuten will, aber ich kann deine Gefühle nach vollziehen,
    danke Ute für deine Geschichte
    liebe Grüße von Regina

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    12. März 2010 um 09:07

  11. Es sind schöne Erinnerungen, Regina. Heute in meiner kleinen Wohnung kann ich auch kein Tier mehr halten. Wie du schon sagst, das wäre purer Egoismus und einem Tier nicht zuzumuten. Dazu mag ich die Tiere zu sehr.

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    12. März 2010 um 11:07

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